Wir, La Rage, sind eine Gruppe antifaschistisch und antikapitalistische eingestellter junger Menschen.
Wir wollen eine herrschaftsfreie und hierachielose Gesellschaft und setzen uns innerhalb der Gruppe eben diese Maßstäbe. So treffen wir uns alle unsere Entscheidungen gemeinschaftlich und basisdemokratisch.

Wir wollen gerade jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich politisch zu engagieren. Dabei legen wir sowohl auf die gemeinsame theoretische Erarbeitung von grundlegenden und aktuellen Themen, als auch auf die Umsetzung dieses Wissens in praktische Erfahrungen wert. So beteiligen wir uns an Demonstrationen und Diskussionen, organisieren Partys und versuchen, durch kleinere und größere Aktionen, andere Menschen für unsere Themen zu sensibilisieren und unsere Überzeugungen weiter zu vermitteln.

Wir kämpfen nicht nur gegen organisierte NeofaschistInnen, die sich als Neonazis, Kameradschaften oder in Form von Parteien wie der NPD präsentieren, sondern auch gegen faschistische Politik und rassistische , menschenverachtende Positionen innerhalb der sogenannten „bürgerlichen Gesellschaft“.

Aus diesem Grund ist es uns wichtig, besonders auf die alltäglichen und allgegenwärtigen rassistischen, sexistischen und/oder homophoben Ressentiments aufmerksam zu machen und diesen entschlossen gegenüber zu treten. Um in der Öffentlichkeit gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie eintreten zu können, müssen wir uns selbstverständlich auch innerhalb der Gruppe an diesen Maßstäben messen lassen können.

Des weiteren verstehen wir uns antimilitaristisch und antinational und lehnen jede Form von Staat und Nation ab. Überhaupt wollen wir in keiner patriarchalischen oder in sonst irgendeiner Form auf Herrschaft ausgerichteten Gesellschaft leben müssen und stellen uns nicht nur vor dem Hintergrund seiner oftmals streng hierarchisch organisierten Strukturen gegen jeder Art von religiösem Fundamentalismus.

Auch der Kampf gegen jede Form von Antisemitismus gehört selbstverständlich zu den Aufgaben unserer Gruppe.

Wir verwehren uns gegen die Einordnung in die von der „Mitte der Gesellschaft“ vorgegebenen Extremismustheorie und wollen uns nicht vorschreiben lassen, wer wir zu sein haben und was wir tun dürfen. Zu diesem Anspruch auf Autonomie gehört auch der Anspruch auf linke Freiräume und Selbstverwaltung.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass dieses Selbstverständnis immer veränderlich ist und mit der Zeit ergänzt und abgeändert werden kann.

La Rage

November 2010 (1. Update März 2011)




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